Klimaveränderungen hat es auf der Erde immer gegeben. Neu ist jedoch, dass sich das Klima noch nie so schnell verändert
hat wie heute. Neu ist auch, dass zum ersten Mal der Mensch für den Klimawandel verantwortlich ist.
Dass es auf der Erde immer wärmer wird, liegt vor allem am Treibhauseffekt.
In einem Treibhaus für Pflanzen sorgt ein Glasdach dafür, dass Sonnenstrahlen hineingelangen, Wärmestrahlen jedoch nicht
wieder entweichen können. Ähnlich wie das Glasdach wirken in unserer Atmosphäre bestimmte Gase. Die wichtigsten sind Kohlendioxid,
Methan, Fluorkohlenwasserstoffe und Lachgas. Sie lassen die einfallenden Sonnenstrahlen passieren, verhindern aber,
dass die Wärme, die von der Erde zurückstrahlt wird, in den Weltraum entweichen kann. Dadurch erhöht sich die Temperatur auf der Erde.
Dabei ist der natürliche Treibhauseffekt eigentlich etwas Gutes. Ohne ihn wäre Leben auf der Erde nicht möglich.
Die Durchschnittstemperatur würde weit unter null Grad Celsius liegen. Doch seit die Menschen
Fabriken bauen und immer mehr Energie verbrauchen, gelangt immer mehr Kohlendioxid in die Atmosphäre und verstärkt
so den Treibhauseffekt um ein Vielfaches. Das meiste Kohlendioxid entsteht, wenn zur Energiegewinnung Öl, Kohle oder
Erdgas verbrannt werden. Gleichzeitig werden große Waldgebiete vernichtet, sodass es weniger Bäume gibt, die das Kohlendioxid
aus der Luft aufnehmen können. Vor allem die tropischen Regenwälder in Südamerika sind wichtig für unser Klima. Sie werden
auch als "grüne Lunge der Erde" bezeichnet.
Als Klima bezeichnet man den durchschnittlichen Zustand der Atmosphäre an einem Ort auf der Basis von Messungen über einen längeren Zeitraum. Das Klima ist ein hochkomplexes System aus einer Verknüpfung verschiedener Einflussgrößen, u.a. aus der Atmosphäre, den Ozeanen, den Land- und Eismassen sowie der Biosphäre. Ein größerer Bereich mit gleichen klimatischen Bedingungen wird als Klimazone bezeichnet.
Kurz könnte man zusammenfassen: Klima basiert auf statistischen Werten, Wetter beschreibt die kurzfristigen Klimaereignisse in der Atmosphäre, etwa Regenfälle, Hitze oder Stürme. Das Klima wird gesteuert vom Zusammenspiel externer und interner Einflussfaktoren, die gemeinsam als Klimasystem bezeichnet werden.
Der dominierende externe Faktor ist die Sonnenstrahlung. Zu den internen Faktoren gehören die fünf Untersysteme:
Das hängt mit dem so genannten Treibhauseffekt zusammen. In einem Treibhaus für Pflanzen wird Wärme eingesperrt. Sie kann hinein, aber nicht wieder hinaus. Etwas ähnliches passiert auf unserer Erde. Sonnenstrahlen treffen auf die Erde, zum Beispiel auf ein Meer. Das wirkt wie ein Spiegel, reflektiert die Sonnenstrahlen und schickt sie wieder zurück. Nun ist aber Luft nicht einfach Luft, sondern ein Gemisch aus verschiedenen Gasen. Wasserdampf, Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4) und Lachgas (N2O) wirken in der Erdatmosphäre wie das Glasdach von einem echten Treibhaus: Die ankommende Sonnenstrahlung lassen sie durch, aber die Strahlen, vor allem die "Wärmestrahlen", die von der Erde zurückkommen, lassen sie nicht durch. Ohne diesen natürlichen Treibhauseffekt würde die Durchschnittstemperatur auf der Erde weit unter null Grad Celsius liegen.
Weil die Menschen in diesen natürlichen Treibhauseffekt eingreifen. Autos, Heizungen und Kraftwerke sorgen dafür, dass immer mehr Kohlendioxid in die Atmosphäre kommt.
Dann lässt dieses "Luft-Glasdach" immer weniger Wärme weg von der Erde. Außerdem werden große Wälder, vor
allem die tropischen Regenwälder in Lateinamerika gefällt. Bäume nehmen Kohlendioxid (CO2) auf und ernähren sich davon,
sie bauen den Kohlenstoff (C) in den Stamm und die Blätter ein. Übrig bleibt der Sauerstoff (O2), den wir zum Atmen brauchen.
Wenn es aber weniger Bäume gibt, gelangt mehr Kohlendioxid in die Luft, das Glasdach wird dicker.
Es gibt noch andere Gase, die dazu beitragen, dass der Treibhauseffekt immer stärker wird (Methan, Wasserdampf, Wolken),
aber Kohlendioxid ist am Wichtigsten.
Der Klimawandel bedroht viele Tier- und Pflanzenarten. Temperaturerhöhungen in ihrem Lebensraum machen diesen für sie unbewohnbar. Sie sterben – oder wandern aus. Das führt dazu, dass sich Lebensräume verändern: Neue Tier- oder Pflanzenarten siedeln sich in unseren Breiten an, andere, die früher hier lebten, ziehen an andere Orte um. Auch wenn sie ihr Überleben damit sichern, sind die Folgen nicht immer nur positiv. Denn Neuansiedler können das biologische Gleichgewicht ihrer neuen Lebensräume durch ihre Fress- oder Lebensgewohnheiten bedrohen.
Am deutlichsten zeigen sich die Folgen des Klimawandels am Nord- und Südpol. Dort gibt es immer weniger Eis. Wenn weiterhin so viel Kohlendioxid in die Atmosphäre entlassen wird wie bisher, könnte der Nordpol schon in 34 Jahren eisfrei sein. Mit dem Packeis würden auch die Eisbären und viele andere Tierarten verschwinden. Auch die Gletscher schmelzen. Die Alpen könnten noch vor Ende dieses Jahrhunderts eisfrei sein. Die höher gelegenen Gletscher des tibetischen Hochgebirges werden bis dahin um die Hälfte geschrumpft sein. Schon heute brechen riesige Felsen ab und geraten ins Rutschen, weil das Eis die Hänge rings um den Gletscher nicht mehr stützen kann.
Der Anstieg der Durchschnittstemperatur in der erdnahen Atmosphäre und in den Meeren als Folge des Klimawandels.
Hybridautos wurden zuerst in Japan produziert. Sie verfügen über zwei Motoren: einen Verbrennungsmotor und einen Elektromotor. Ein Bordcomputer regelt die Nutzung der Motoren. Auf der Autobahn, bei gleichbleibend hoher Geschwindigkeit, fährt das Fahrzeug mit Benzin. Mit der überschüssigen Energie, die dabei entsteht, wird der Elektromotor aufgeladen. Im Stadtverkehr bei eher stockendem Verkehr mit häufigem Anhalten und Anfahren schaltet der Computer automatisch auf den Elektromotor um. Dadurch werden cirka 30 Prozent weniger Energie verbraucht, weniger Schadstoffe an die Umwelt abgegeben - und leise ist das Auto auch noch.
Das Protokoll zum Klimaschutz wurde 1997 auf der Konferenz der Vereinten Nationen über Klimarahmenkonventionen (UNFCCC) in der japanischen Stadt Kyoto unterzeichnet und trat 2005 in Kraft. Die Industriestaaten verpflichteten sich darin, die jährlichen Treibhausgas-Emissionen bis u den Jahren 2008-2012 gegenüber dem Jahr 1990 um durchschnittlich 5,2 Prozent zu senken. Das Kyotoprotokoll wurde von den USA und Australien nicht unterschrieben.
Strom aus erneuerbaren Energien wie Sonnen-, Wind- oder Bioenergie und Wasserkraft, die keine schädlichen Abgase oder Abwässer erzeugen.
Lebensgemeinschaften von Pflanzen und Tieren in einem bestimmten Lebensraum, wie zum Beispiel ein Waldgebiet, ein Wassertümpel, ein Ozean oder ein See. Ökosysteme sind empfindlich, weil alle Teile dieser Lebensgemeinschaft voneinander abhängig sind. Deshalb reagieren Ökosysteme schnell und empfindlich auf den Klimawandel.
Es gibt natürliche und menschengemachte Treibhausgase. Zu den wichtigsten Treibhausgasen zählen Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4), Distickstoffoxid (Lachgas, N2O), Wasserdampf und Ozon. Diese Gase sind nur in geringen Mengen in der Atmosphäre vorhanden und werden deshalb Spurengase genannt.
Der natürliche Treibhauseffekt sorgt dafür, dass das Klima auf der Erde bei durchschnittlich 15 Grad Celsius liegt. Sonnenstrahlen erwärmen die Erde und die sie umgebende Luft. Ein Teil der Strahlen wird reflektiert und an die Atmosphäre zurückgegeben. Die Atmosphäre ist eine circa 100 Kilometer dicke Schutzschicht, die aus verschiedenen Gasen wie Wasserdampf, Kohlendioxid, Methan und Lachgas besteht. Diese Gase lassen die von der Erde abgestrahlte Wärme nicht ganz durch, sondern strahlen sie zurück an die Erde. So wirkt die Atmosphäre wie das Glasdach von einem Treibhaus und ermöglicht ein Überleben auf der Erde. Andernfalls würde auf der Erde eine Temperatur von minus 20 Grad herrschen. Beim vom Menschen gemachten Treibhauseffekt werden verstärkt Gase an die Luftschicht abgegeben, diese wird dadurch dichter und sorgt so für eine Erhöhung der Temperatur auf der Erde. Dadurch verstärkt sich die Verdunstung von Wasser, der Wasserdampf in der Atmosphäre nimmt zu und dies verstärkt den Treibhauseffekt weiter.
Dass es auf der Erde wärmer wird, ist unvermeidbar. Selbst wenn es möglich wäre, ab sofort jeglichen Ausstoß von Kohlendioxid
einzustellen, wenn also kein Auto mehr fahren würde, alle Kohlekraftwerke abgestellt würden und keine Fabrik mehr in Betrieb wäre,
selbst dann würde die Temperatur auf der Erde noch ein paar Jahrzehnte weiter zunehmen. Denn ein Kohlendioxid-Molekül ist träge
und kann bis zu 200 Jahre in der Atmosphäre verweilen.
Dennoch ist die Lage nicht hoffnungslos. Entscheidend ist nämlich, wie schnell das Klima wärmer wird. Wenn die Erderwärmung zwei
Grad nicht überschreitet, könnten die schlimmsten Folgen des Klimawandels verhindert werden und die Situation bliebe beherrschbar.
Wenn wir den Ausstoß von Treibhausgasen weltweit reduzieren, ist es möglich, dieses Ziel zu erreichen.
Ein Anfang wurde 1997 in der japanischen Stadt Kyoto gemacht. Dort haben sich einige Länder, dazu verpflichtet, ihren Ausstoß
von Treibhausgasen bis 2012 um mindestens fünf Prozent zu reduzieren. Leider machen andere Länder, wie zum Beispiel die USA, dabei noch nicht mit.
Durch Energiesparmaßnahmen und die verstärkte Nutzung alternativer Energieträger, wie Sonnen-, Wind- und Wasserkraft, könnte der Anstieg der
Treibhausgase bis 2050 halbiert werden. Das würde reichen, um die Erderwärmung unter der kritischen Grenze von zwei Grad Celsius zu halten.
Politiker auf der ganzen Welt müssen dafür Sorge tragen, dass in ihrem Land etwas für den Klimaschutz getan wird. Aber auch jeder Einzelne kann helfen.
Achtet auf die Tipps auf der Homepage!